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FCI -
Standard Nr. 270 / 24. 01. 2000 / D
SIBERIAN HUSKY
ÜBERSETZUNG
: Mrs J.Turnbull und Harry G.A.Hinckeldeyn.
URSPRUNG : U.S.A.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN
ORIGINAL- STANDARDES :
02. 02. 1995.
VERWENDUNG : Schlittenhund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe
5 Spitze und Hunde vom Urtyp.
Sektion 1 Nordische
Schlittenhunde.
Ohne Arbeitsprüfung.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD
: Der Siberian Husky ist ein mittelgroßer Arbeitshund, schnell,
leichtfüßig, frei und elegant in der Bewegung. Sein mäßig kompakter,
dichtbehaarter Körper, die aufrecht stehenden Ohren und die buschige Rute
weisen auf die nordische Herkunft hin. Seine charakteristische Gangart ist
fließend und scheinbar mühelos. Er ist (nach wie vor) äußerst fähig, seine
ursprüngliche Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen und leichtere Lasten in
mäßigem Tempo über große Entfernungen zu ziehen. Die Proportionen und die
Form seines Körpers spiegeln dies grundlegend ausgewogene Verhältnis von
Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer wider. Die Rüden sind maskulin, aber
niemals grob; die Hündinnen sind feminin, aber ohne Schwächen im Aufbau. Ein
Siberian Husky in richtiger Kondition, mit gut entwickelten, straffen
Muskeln, hat kein Übergewicht.
WICHTIGE PROPORTIONEN :
-
Die Länge des Körpers, gemessen vom Schultergelenk bis zum Sitzbeinhöcker,
übertrifft ein wenig die Widerristhöhe.
-
Der Abstand von der Nasenspitze bis zum Stop ist gleich dem vom Stop bis zum
Hinterhauptsbein.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN)
: Das charakteristische Temperament des Siberian Husky ist freundlich und
sanftmütig, aber auch aufmerksam und kontaktfreudig.
Er
zeigt nicht die besitzbetonenden Eigenschaften eines Wachhundes, noch ist er
allzu misstrauisch gegenüber Fremden oder aggressiv gegenüber anderen
Hunden. Von einem erwachsenen Hund darf ein gewisses Maß an Zurückhaltung
und Würde erwartet werden. Seine Intelligenz, Lenkbarkeit und sein Eifer
machen ihn zum angenehmen Begleiter und willigen Arbeiter.
KOPF :
OBERKOPF :
Schädel : Von mittlerer Größe
und passend zum Körper, oben leicht gerundet und sich von der breitesten
Stelle zu den Augen hin verjüngend.
Stop
: Gut ausgeprägt.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm : Schwarz bei
grauen, lohfarbenen und schwarzen Hunden; leberfarben bei kupferfarbenen
Hunden; bei rein weißen Hunden kann er fleischfarben sein. Die
rosastreifige "Schneenase" ist zu akzeptieren.
Fang
: Von mittlerer Länge und von mittlerer Breite, sich zur Nase hin allmählich
verjüngend, jedoch nicht spitz oder quadratisch endend.
Der
Nasenrücken ist gerade vom Stop bis zur Nasenspitze.
Lefzen : Gut pigmentiert und eng
anliegend.
Kiefer / Zähne : Scherengebiss.
Augen : Mandelförmig, mäßig
auseinander liegend und etwas schräg gelagert. Die Augen können braun oder
blau sein, wobei ein braunes und ein blaues Auge sowie mehrfarbige Augen zu
akzeptieren sind. Ausdruck durchdringend, aber freundlich, interessiert und
sogar schelmisch.
Ohren : Von mittlerer Größe,
dreieckig, eng beieinander stehend und hoch angesetzt. Sie sind dick, gut
behaart, hinten leicht gewölbt, absolut aufrecht stehend, mit leicht
abgerundeten, aufgerichteten Spitzen.
HALS : Mittlere Länge,
gebogen, im Stand stolz aufgerichtet. Im Trab ist der Hals so gestreckt,
dass der Kopf leicht vorgelagert getragen wird.
KÖRPER :
Rücken : Gerade und kräftig, mit
vom Widerrist zur Kruppe waagerecht verlaufender oberer Linie. Er ist von
mittlerer Länge, weder verhältnismäßig kurz noch nachgebend wegen
übermäßiger Länge.
Lenden : Straff und trocken
bemuskelt, schmaler als der Rippenkorb und leicht aufgezogen.
Kruppe : Abfallend, doch niemals
so steil, dass der Schub der Hinterläufe beeinträchtigt wird.
Brust : Tief und kräftig, aber
nicht zu breit; der tiefste Punkt liegt unmittelbar hinter und auf gleicher
Höhe mit den Ellenbogen. Die Rippen sind gleich am Ansatz an der Wirbelsäule
gut gewölbt, an den Seiten aber flacher, um einen freien Bewegungsablauf zu
erlauben.
RUTE : Die gut behaarte Rute
in Form einer Fuchslunte ist knapp unterhalb der oberen Linie angesetzt und
wird, wenn der Hund aufmerksam ist, üblicherweise in einem eleganten,
sichelförmigen Bogen über den Rücken getragen. Dabei soll sich die Rute
weder an der einen noch an der anderen Seite des Körpers ringeln, auch soll
sie nicht flach auf den Rücken gedrückt werden. Eine hängende Rute ist
normal, wenn der Hund ruhig und gelassen steht. Das Haar an der Rute ist
mittellang und rundum annähernd gleich lang, wodurch die Rute wie eine runde
Bürste aussieht.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Von vorne betrachtet, stehen
die Läufe in mäßigem Abstand auseinander, parallel und gerade. Die Knochen
sind substanzvoll, aber nie schwer. Die Länge der Läufe vom Ellenbogen bis
zum Boden ist etwas größer als der Abstand vom Ellenbogen zum
Schulterblattkamm. Afterkrallen an den Vorderläufen können entfernt sein.
Schultern und Oberarm :
Schulterblatt gut zurückliegend. Der Oberarm ist vom Schultergelenk zum
Ellenbogen etwas nach hinten gerichtet und nie senkrecht zum Boden. Die
Muskeln und Bänder, die die Schulterblätter am Rippenkorb halten, sind
straff und gut entwickelt.
Ellenbogen : Eng am Körper
anliegend, weder ein- noch ausgedreht.
Vorderfusswurzelgelenk : Kräftig,
aber biegsam.
Vordermittelfuß : Von der Seite
betrachtet, leicht schräg gestellt.
HINTERHAND : Von hinten
betrachtet stehen die Läufe in mäßigem Abstand auseinander und parallel.
Afterkrallen, falls vorhanden, sollen entfernt werden.
Oberschenkel : Gut bemuskelt und
kraftvoll.
Knie
: Gut gewinkelt.
Sprunggelenke : Zeichnen sich
gut ab und sind bodennah platziert.
PFOTEN : Oval, aber nicht lang,
von mittlerer Größe, kompakt und gut behaart zwischen den Zehen und Ballen.
Die Ballen sind widerstandsfähig und dick gepolstert. Im natürlichem Stand
zeigen die Pfoten weder nach innen noch nach außen.
GANGWERK : Schwungvoll und
scheinbar mühelos. Der Siberian Husky ist flink und leichtfüßig. Im
Ausstellungsring sollte er an einer locker hängenden Leine in einem mäßig
schnellen Trab vorgestellt werden, dabei guten Vortritt und Schub zeigend.
Der sich im Schritt bewegende Siberian Husky, von vorne nach hinten
betrachtet, zeigt keinen bodenengen Gang; doch wenn er schneller läuft,
tendieren die Läufe nach und nach zur Mitte hin, bis die Pfoten auf eine
Linie gesetzt werden, die genau unter der Längsachse des Körpers verläuft.
Wenn die Abdrücke der Pfoten sich decken, bewegen sich die Vorder- und
Hinterläufe geradeaus gerichtet, ohne dass die Ellenbogen oder Kniegelenke
weder ein- noch ausdrehen. Die Läufe bewegen sich parallel. Während der
Bewegung bleibt die obere Linie straff und gerade.
HAARKLEID
HAAR
: Das Haarkleid des Siberian
Husky ist doppelt und mittellang, hat ein schönes, pelzartiges Aussehen, ist
aber niemals so lang, dass es die klaren Außenlinien des Hundes verdeckt.
Die
Unterwolle ist weich und dicht und von genügender Länge, um das Deckhaar zu
stützen. Die längeren, steifen Haare des Deckhaares sind gerade und etwas
anliegend, nie harsch und nicht gerade abstehend vom Körper. Es sollte
beachtet werden, dass das Fehlen der Unterwolle während des Haarwechsels
normal ist. Das Kürzen der Tasthaare sowie der Haare zwischen den Zehen und
um die Pfoten herum ist erlaubt, um ein gepflegtes Äußeres zu betonen. Das
Trimmen des Haarkleides an jeder anderen Stelle sollte nicht geduldet und
streng bestraft werden.
FARBE : Alle Farben von schwarz
bis rein weiß sind erlaubt. Eine Vielfalt von Zeichnungen am Kopf ist
üblich, einschließlich mancher auffallender Muster, die bei anderen Rassen
nicht zu finden sind.
GRÖSSE UND GEWICHT :
Widerristhöhe :
Rüden :
53,5 - 60 cm (21-23,5 ins).
Hündinnen : 50,5 - 56 cm (20-22 ins).
Gewicht :
Rüden
: 20,5 - 28 kg (45-60 pounds).
Hündinnen : 15,5 - 23 kg (35-50 pounds).
Das
Gewicht steht im richtigen Verhältnis zur Widerristhöhe. Die genannten
Größen und Gewichte bezeichnen die äußersten Grenzen ohne einem Extrem den
Vorzug zu geben. Übermäßige Knochenstärke oder Übergewicht sollte bestraft
werden.
Zusammenfassung : Die wichtigsten
Rassemerkmale des Siberian Husky sind mittlere Größe, angemessene
Knochenstärke, harmonische Proportionen, leichte und freie Bewegungen,
richtiges Haarkleid, ansprechender Kopf und ansprechende Ohren, korrekte
Rute und gute Wesensart. Bestraft werden sollten zu schwere Knochen,
übermäßiges Gewicht, gebundene oder schwerfällige Gangart, langes, rauhes
Haarkleid. Ein Siberian Husky sollte nie so schwer oder grob erscheinen wie
ein Zughund, aber auch nicht so leicht und zart wie ein Rennhund. Rüden und
Hündinnen sollen erkennen lassen, dass sie zu großer Ausdauer fähig sind.
Außer
den oben erwähnten Fehlern sind morphologische Fehler, die alle Rassen
gemeinsam haben, beim Siberian Husky ebenso unerwünscht, wie bei jeder
anderen Rasse, auch wenn sie hier nicht besonders erwähnt sind.
FEHLER : Jede Abweichung von
den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung
in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen
Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
·
Schädel
: Plumper oder schwerer Kopf; zu fein gemeisselter Kopf.
·
Stop
: Nicht genügend ausgeprägt.
·
Fang
: Entweder zu fein oder zu grob, zu kurz oder zu lang.
·
Kiefer /
Zähne : Jede Abweichung vom
Scherengebiss.
·
Augen
: Zu schräg oder zu dicht beieinander liegende Augen.
·
Ohren
: Zu groß im Verhältnis zum Kopf; zu weit auseinander stehend; nicht fest
aufrecht stehend.
·
Hals
: Zu kurz und dick, zu lang.
·
Rücken
: Schwacher oder nachgebender Rücken; gewölbter Rücken; abfallende obere
Linie.
·
Brust
: Zu breit; tonnenförmiger Brustkorb; Rippen zu flach oder schwach.
·
Rute
: Angedrückte oder enggeringelte Rute; sehr buschige Rute; Rute zu tief oder
zu hoch angesetzt.
·
Schultern
: Steile Schultern; lose Schultern.
·
Vorderhand
: Schwacher Vordermittelfuß; zu schwere Knochen; zu enger oder zu weiter
Stand; ausgedrehte Ellenbogen.
·
Hinterhand
: Gestrecktes Knie, kuhhessig, zu enger oder zu weiter Stand.
·
Pfoten
: Nachgebende oder gespreizte Zehen; Pfoten zu groß und plump, zu klein und
zart; zeheneng oder zehenweit.
·
Gangwerk
: Kurze, tänzelnde, elastische, schwerfällige oder rollende Gangart,
kreuzend oder schräg laufend.
·
Haar
: Langes, rauhes oder struppiges Haarkleid; zu harsche oder zu seidige
Textur; getrimmtes Haarkleid, außer an den erlaubten Stellen.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER :
·
Aggressiv oder
ängstlich.
·
Rüden über 60 cm
(23,5 ins) und Hündinnen über 56 cm (22 ins).
Hunde, die
deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen
disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden müssen zwei
offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.
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